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Magnetresonanztomographie Ablauf und Kontraindikationen zur MRT

Ablauf einer MRT-Untersuchung Was muss ich beachten?

Bitte denken Sie an Ihren Überweisungsschein, bringen Sie nach Möglichkeit Vorbefunde und Voraufnahmen sowie ggf. aktuelle Blutwerte (Kreatinin) mit.

Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände ablegen. Dazu zählen auch Smartphones, Uhren, Hörgeräte sowie Scheck- und Kreditkarten. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operationen, stellen in der Regel keine Kontraindikationen dar. Sollten Sie eine Spirale aus Metall tragen ist die eine gynäkologische Kontrolle zur Lagekontrolle nach der Untersuchung zu empfehlen. Beachten Sie bitte die unten aufgeführten Kontraindikationen!

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder – etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks – teilweise im Gerät.

An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende, jedoch harmlose Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung wenige Minuten bis zu einer halben Stunde. In manchen Fällen kann die Gabe eines Beruhigungsmittels – nicht Schlafmittels – helfen. Dieses sollten Sie sich vorab verschreiben lassen und zur Untersuchung mitbringen. Damit sind MR-Untersuchungen bei fast allen Patienten problemlos möglich. Bitte denken Sie in einem solchen Falle an eine Begleitperson, da Sie im Anschluss an die Untersuchung nicht selbst Autofahren dürfen.

Die MRT Untersuchung ist eine im Vergleich zur CT „langsame“ Untersuchung. Wichtig ist somit, dass man sich während der Untersuchung nicht bewegt und – bei Atemkommandos – diesen strikt folgt. Ansonsten werden die Bilder unscharf und z.T. schwierig zu beurteilen.

Während einer Untersuchung im MRT kann es notwendig sein, ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Die Injektion erfolgt in eine Vene. Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt. Die Gabe des Kontrastmittels ist in der Regel gefahrlos. Wir verwenden ausschließlich ringförmige MR-Kontrastmittel, bei denen Nebenwirkungen bisher nur in Einzelfällen berichtet wurden. Da das Kontrastmittel zu wesentlichen Teilen über die Nieren ausgeschieden wird, benötigen wir zumindest bei allen Patienten mit Nierenerkrankungen den Kreatininwert. In der Literatur sind Einlagerungen des Gadoliniums in das Gehirn beschrieben, deren Bedeutung bisher noch nicht vollständig geklärt ist. Diese Einlagerungen betrafen vor allem lineare Kontrastmittel. Wir möchten betonen, dass bei den von uns verwendeten ringförmigen MR-Kontrastmitteln trotz millionenfacher Anwendung bisher keine klinischen Nebenwirkungen durch Einlagerungen im Gehirn o.ä. berichtet werden konnten. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sind Haut- und Gewebeveränderungen, insbesondere eine NSF (nephrogene systemische Fibrose), beschrieben worden. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion sind diese Veränderungen nicht bekannt. Die bei uns verwendeten Kontrastmittel entsprechen Kontrastmitteln der neuesten Generation – Kontrastmittelnebenwirkungen sind insgesamt eine Rarität.

Wann ist eine Untersuchung problematisch oder nicht möglich ? Kontraindikationen

Kontraindikationen für eine MRT-Untersuchung sind:

  • Herzschrittmacher, außer MR-kompatible Schrittmacher in Rücksprache mit dem Kardiologen. Sie müssen in diesem Fall kurz vor der MR-Untersuchung einen Termin bei Ihrem Kardiologen vereinbaren zur korrekten Einstellung des Schrittmachers in einen MR-kompatiblen Modus sowie direkt im Anschluß an die MR-Untersuchung.
  • Cardio-Defibrillator (ICD)
  • Fest implantierte Neurostimulatoren, Insulinpumpen usw.
  • Metallsplitter im Auge
  • Metallsplitter im Körper in der Nähe von Organen, Gefäßen oder Nerven
  • Zahnprothese mit magnetischer Halterung (meistens sind diese nicht magnetisch und damit unproblematisch)
  • Bypassgefäße mit magnetischer Halterung (meistens sind diese nicht magnetisch und damit unproblematisch)

Klären Sie o.g. Kontraindikationen bitte mit Ihrem zuständigen Arzt und bringen entsprechende Unterlagen zu dem Untersuchungstermin mit. Idealerweise besprechen Sie diese Punkte zudem mit uns vor dem Untersuchungstermin, damit Sie ggf. nicht unnötig in unsere Praxis zu dem Untersuchungstermin kommen.

Bei einer Untersuchung des Herzens (Kardio-MRT) sollte am Tag der Untersuchung kein Kaffee getrunken werden. Potenzststeigernde Mittel (z.B. Viagra) müssen bei einer Kardio-MRT mindestens 24 Stunden vor der Untersuchung abgesetzt werden!

Bei einer Untersuchung der Brust (Mamma-MRT) sollte die Untersuchung nur zwischen dem 6. und 12. Tag nach dem 1. Tag der Periode gemacht werden. In der 2. Hälfte des Zyklus verändert sich das Brustdrüsengewebe durch den zunehmenden Progesteron-Einfluss. Dadurch nimmt auch das gesunde Drüsengewebe Kontrastmittel auf und lässt sich nicht mehr sicher von krankhaftem Gewebe unterscheiden.

Eine Nachfrage beim Operateur kann u.a. notwendig sein bei:

  • Cochlea-Implantaten
  • Aneurysma-Clips im KopfProblematisch kann die Untersuchung sein bei:
  • Großflächigen Tätowierungen, bei denen die verwendeten Farben Metallpartikel enthalten, die sich in der MRT erwärmen können.
  • Einer Schwangerschaft im ersten Trimenon. Ein schädigender Effekt der MRT auf den Fötus ist zwar bisher nicht nachgewiesen, dennoch sollte eine Untersuchung nur in absoluten Ausnahmefällen und aus wichtigem Grund erfolgen. Auf die Gabe eines Kontrastmittels wird außer in lebensbedrohlichen Situationen und bei unabdingbarer Notwendigkeit der Kontrastmittelgabe während der Schwangerschaft verzichtet.
  • Patienten, die unter Klaustrophobie (Angst in der Enge) leiden. In aller Regel kann diese aber medikamentös (Beruhigungstablette bitte mitbringen) so beeinflusst werden, dass eine Untersuchung möglich wird. Anschließend ist allerdings das Führen von Kraftfahrzeugen bzw. die aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht möglich. Sie müssen daher in Begleitung zur Untersuchung erscheinen.
  • Bei Verwendung eines Intrauterinpessars (IUP, „Spirale“) mit metallischen Anteilen sind in der Literatur Verschiebungen beschrieben und damit potenziell eine unzureichende antikonzeptive Wirkung – im Zweifel sollte Ihre Gynäkologin/Ihr Gynäkologe vor und nach einer MR-Untersuchung zur Kontrolle der korrekten Lage konsultiert werden.

Keine Hindernisse sind:

  • Gelenkprothesen
  • Gefäß-Stents
  • künstliche Herzklappen
  • Drahtcerclagen (z.B. nach Herz-Operation)

Bei Kontraindikationen zur MRT kann eventuell auf eine Computertomographie, Röntgenuntersuchung oder Sonographie ausgewichen werden.